Potsdam. Der Landtagsabgeordnete von Brandeburg Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) möchte Oberbürgermeister von Potsdam werden. Jedoch hat er zu DDR-Zeiten Neigungen zur Homosexualität von Bekannten an die Stasi weitergegeben. Mittlerweile gab der 55-Jährige Poltiker zu, dass er Mitarbeiter des DDR-Inlandsgeheimdienstes gewesen sein soll. Dies geht aus einer Akte aus den Jahren 1978 bis 1985 hervor. Er arbeitete unter dem Decknamen “Johnson” und “Hans-Jürgen”.
Scharfenberg schilderte in einem Interview mit der Welt: “Damals identifizierte ich mich mit der DDR und hielt die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit für meine Pflicht. Ich wollte meinen Staat schützen und empfand das nicht als Anschwärzung!”.